Diosmin Hesperidin Zentiva®
Zusammensetzung
Wirkstoffe
Flavonoidorum fractio purificata micronisata 500 mg: Diosminum 450 mg, Flavonoidea 50 mg ut Hesperidinum.
Hilfsstoffe
Gelatinum, Cellulosum microcristallinum (E460), Maydis amylum, Talcum (E553b), Magnesii stearas (E470b), Poly(alcohol vinylicus) (E1203), Titanii dioxidum (E171), Macrogolum 3350 (E1521), Ferri oxidum flavum (E172), Ferri oxidum rubrum (E172).
Darreichungsform und Wirkstoffmenge pro Einheit
Filmtabletten mit gereinigter, mikronisierter Flavonoidfraktion (500 mg, bestehend aus 450 mg Diosmin und 50 mg als Hesperidin dargestellte Flavonide.
Indikationen/Anwendungsmöglichkeiten
Ödeme und andere Symptome der Veneninsuffizienz.
Hämorrhoiden.
Dosierung/Anwendung
Übliche Dosierung
Veneninsuffizienz
Erwachsene: Übliche Dosierung: 2× täglich 1 Filmtablette (Einnahme mittags und abends zu den Mahlzeiten).
Hämorrhoiden
Erwachsene: Übliche Dosierung: 2× täglich 1 Filmtablette (Einnahme mittags und abends zu den Mahlzeiten).
Spezielle Dosierungsanweisungen
Keine besonderen Vorsichtsmassnahmen.
Therapiedauer
Die Dauer der Behandlung soll der jeweiligen Erkrankung angepasst werden. Sie ist keiner zeitlichen Beschränkung unterworfen.
Kinder und Jugendliche
Die Anwendung und Sicherheit von Diosmin Hesperidin Zentiva 500 mg bei Kindern und bei Jugendlichen ist bisher nicht geprüft worden.
Art der Anwendung
Orale Einnahme zu den Mahlzeiten. Die Tablette darf an der Bruchrille nur zur erleichterten Einnahme geteilt werden, nicht aber zur Dosierung einer Teildosis.
Kontraindikationen
Vermutete oder bekannte Überempfindlichkeit (Allergie) gegen den Wirkstoff oder einen der im Abschnitt «Zusammensetzung» aufgeführten Hilfsstoffe.
Warnhinweise und Vorsichtsmassnahmen
Es sind keine besonderen Vorsichtsmassnahmen geboten.
Interaktionen
Es wurden keine Interaktionsstudien durchgeführt. Aus der Post-Marketing-Erfahrung des Produkts wurden bisher keine klinisch signifikanten Arzneimittelwechselwirkungen festgestellt.
Schwangerschaft, Stillzeit
Schwangerschaft
Es gibt keine, oder geringe Daten über die Verwendung der gereinigten mikronisierten Flavonoidfraktion bei schwangeren Frauen.
Tierversuche zeigen keine Reproduktionstoxizität (siehe Abschnitt «Präklinische Daten»).
Aus Vorsichtsgründen ist es besser, die Einnahme des Arzneimittels während der Schwangerschaft zu vermeiden.
Stillzeit
Es ist nicht bekannt, ob der Wirkstoff oder seine Metaboliten in der Muttermilch ausgeschieden werden. Ein Risiko für Neugeborene/Frühgeborene ist nicht auszuschliessen. Die Entscheidung, das Stillen abzustellen oder die Behandlung mit Diosmin Hesperidin Zentiva 500 mg abzusetzen/zu unterlassen, sollte im Hinblick auf den Nutzen des Stillens für das Kind und den Nutzen der Behandlung für die Frau berücksichtigt werden.
Wirkung auf die Fahrtüchtigkeit und auf das Bedienen von Maschinen
Diosmin Hesperidin Zentiva 500 mg hat einen ausgeprägten Einfluss auf die Fahrtüchtigkeit oder die Fähigkeit, Maschinen zu bedienen. Aufgrund der möglichen Nebenwirkungen wie Schwindel, Übelkeit, Kopfschmerzen und Unwohlsein müssen Patienten beim Fahren und Bedienen von Maschinen vorsichtig sein, da die Reaktionsfähigkeit beeinträchtigt sein könnte.
Es wurden keine entsprechenden Studien durchgeführt.
Unerwünschte Wirkungen
Zusammenfassung des Sicherheitsprofils
Die gemeldeten Nebenwirkungen von Diosmin/Hesperidin 500 mg in klinischen Studien sind von niedriger Intensität. Sie bestehen hauptsächlich aus Magen-Darm-Effekten (Diarrhö, Dyspepsie, Übelkeit, Erbrechen).
Die folgenden Nebenwirkungen wurden gemeldet und werden untenstehend gemäss den folgenden Kriterien aufgeführt:
«Sehr häufig» (≥1/10); «häufig» (≥1/100, <1/10); «gelegentlich» (≥1/1000, <1/100); «selten» (≥1/10'000, <1/1000); «sehr selten» (<1/10'000), «unbekannt» (die Häufigkeit ist auf Grundlage der verfügbaren Daten nicht abschätzbar).
Erkrankung des Nervensystems
Selten: Migräne, Unwohlsein, Schwindel.
Erkrankung des Gastrointestinaltrakts
Häufig: Übelkeit, Erbrechen, Durchfall, Dyspepsie.
Gelegentlich: Kolitis.
Unbekannt: Bauchschmerzen.
Erkrankung der Haut und des Unterhautzellgewebes
Selten: Ausschlag, Pruritus, Urtikaria.
Unbekannt: isoliertes Ödem des Gesichts, der Lippen oder der Augenlider.
In Ausnahmefällen Quincke-Ödem.
Die Meldung des Verdachts auf Nebenwirkungen nach der Zulassung ist von grosser Wichtigkeit. Sie ermöglicht eine kontinuierliche Überwachung des Nutzen-Risiko-Verhältnisses des Arzneimittels. Angehörige von Gesundheitsberufen sind aufgefordert, jeden Verdacht einer neuen oder schwerwiegenden Nebenwirkung über das Online-Portal ElViS (Electronic Vigilance System) anzuzeigen. Informationen dazu finden Sie unter www.swissmedic.ch.
Überdosierung
Die Überdosierungserfahrung mit Diosmin Hesperidin Zentiva 500 mg ist begrenzt.
Anzeichen und Symptome
Die am häufigsten gemeldeten Nebenwirkungen bei einer Überdosierung waren Magen-Darm-Effekte (wie Durchfall, Übelkeit, Bauchschmerzen) und Hauteffekte (wie Juckreiz, Ausschlag).
Behandlung
Das Überdosierungsmanagement besteht aus der Behandlung klinischer Symptome.
Eigenschaften/Wirkungen
ATC-Code
C05CA53
Wirkungsmechanismus
Diosmin Hesperidin Zentiva 500 mg ist ein venenstärkendes und gefässschützendes Präparat (es führt zur Konstriktion der Venen, zur Erhöhung des Gefässwiderstands und zur Verminderung der Gefässpermeabilität).
Pharmakodynamik
In der pharmakologischen Prüfung übt Diosmin/Hesperidin 500 mg auf das venöse Rückflusssystem folgende dreifache Wirkung aus:
§An den Venen und Venolen erhöht es die parietale Tonizität und wirkt so Stauungen entgegen.
§Auf der Ebene des Lymphsystems stimuliert es den Lymphabfluss, indem es die lymphogene Aktivität verbessert.
§Auf der Ebene der Mikrozirkulation steigert es die Kapillarresistenz und normalisiert die Permeabilität der Kapillaren.
Diese Wirkung auf die Mikrozirkulation könnte sich durch die Verminderung der Adhäsion und Migration der Leukozyten im Endothel erklären lassen.
Klinische Wirksamkeit
NA
Pharmakokinetik
Die Prüfungen wurden nach oraler Verabreichung des Medikaments mit 14C-markiertem Diosmin durchgeführt.
Absorption
In den Prüfungen hat sich eine rasche Resorption im Verdauungstrakt gezeigt.
Distribution
Die maximalen Plasmakonzentrationen werden in 60 bis 120 Minuten erreicht.
Metabolismus
Das Präparat wird stark metabolisiert. Der Stoffwechsel wird durch das Vorhandensein verschiedener Phenolsäuren und von Hippursäure im Urin nachgewiesen.
Elimination
In den ersten 24 Stunden erfolgt die Elimination nach intravenöser Verabreichung hauptsächlich mit dem Urin. Dort werden 40% der oralen Dosis in konjugierter Form wiederaufgefunden. Danach herrscht die Ausscheidung über den Faeces vor. Nach oraler Verabreichung von 14C-Diosmin werden im Durchschnitt 14% der verabreichten radioaktiven Menge renal und 80% über die Faeces ausgeschieden. Die Eliminationshalbwertzeit beträgt 11 Stunden.
Präklinische Daten
Langzeittoxizität (bzw. Toxizität bei wiederholter Verabreichung)
Die orale Anwendung an Ratten und Affen bei wiederholter Verabreichung von bis zu 600 mg/kg/Tag zeigte keine spezifische toxische Wirkung.
Mutagenität
In-vitro- und In-vivo-Genotoxizitätstests wiesen kein mutagenes Potenzial auf.
Reproduktionstoxizität
Es fanden sich keine Hinweise auf potentielle teratogene oder embryotoxische Wirkungen bei Ratten und Kaninchen mit Dosen bis zu 625 mg/kg/Tag. Dosen von 625 mg/kg/Tag hatten keine Wirkung auf die Fruchtbarkeit.
Sonstige Hinweise
Haltbarkeit
Das Arzneimittel darf nur bis zu dem auf dem Behälter mit «EXP» bezeichneten Datum verwendet werden.
Besondere Lagerungshinweise
Nicht über 30°C in der Originalverpackung und ausser Reichweite von Kindern aufbewahren.
Zulassungsnummer
68050 (Swissmedic).
Packungen
Packungen mit 30, 60 oder 120 Filmtabletten in Blisterpackungen. (D)
Zulassungsinhaberin
Helvepharm AG, Frauenfeld.
Stand der Information
November 2019